Ocado

500 Prozent mit der Zukunft des Nahrungsmittelshandels

Der Lebensmittelhandel steht vor dem Umbruch. Immer mehr Kunden lassen sich Äpfel, Nudeln und Fertigpizza liefern, statt in die Filiale zu gehen. Ob der Onlinehandel von klassischen Ketten oder neuen Wettbewerbern dominiert wird, ist offen. Klar ist jedoch: Software, Hardware und Knowhow für den Lebensmittelhandel im Internet wird gefragt sein. Ocado bietet genau das an und ist deshalb eines der spannendsten Unternehmen Großbritanniens.

Bringmeister, Gorillas, Rewe Online – wie in vielen anderen Ländern kämpfen derzeit auch in Deutschland junge Startups und bekannte Einzelhandelsmarken um die Zukunft des Lebensmittelhandels. Am Laptop oder Handy morgens bestellen, abends geliefert bekommen – was bei Amazon mit Büchern begonnen hat, ist jetzt bei verpackten und frischen Lebensmitteln angekommen. Beim Lebensmittelhandel ist online schwer: Logistik für frische Waren ist teuer, die Margen gering. Etablierte Giganten wie Rewe, Edeka und Co auf der einen Seite, gut finanzierte Startups auf der anderen Seite müssen viel investieren ohne zu wissen, wann sich die Milliarden lohnen.

Für Anleger ist dies eine Situation, in der sie sich an den Ratschlag von Börsenlegende André Kostolany erinnern sollten: Im Goldrausch nicht in Goldgräber, sondern Schaufelhersteller investieren! Die Idee dahinter: Wer Gold findet, das weiß niemand vorher. Aber alle Goldsucher werden Schaufeln kaufen. So ist es auch hier. Denn es ist völlig offen, wer in einigen Jahren das Rennen um die Online-Bestellung von Lebensmitteln gemacht haben wird – die Milliardeninvestitionen in die entsprechende Logistik werden auf dem Weg dorthin alle tätigen müssen. Ein Nutznießer davon wird das britische Unternehmen Ocado sein.

Vor 20 Jahren gegründet, startete Ocado einst selbst als Online-Nahrungsmittelhändler. Trotz einiger Kooperationen ist das Unternehmen hier nicht wirklich erfolgreich geworden. Zwar betreibt Ocado noch eine Website für Lebensmittelhandel in Großbritannien. Doch seit 2019 liegt der Fokus bei der Ausrüstung anderer Händler mit der nötigen Technologie, um mit Amazon und Co mithalten zu können: Onlineshop-Systeme, Logistik-Zentren, Steuerung der Auslieferung der „letzten Meile“ – alles was nötig ist, um Lebensmittel vom Click bis an die Haustür zu bringen, bietet Ocado an.

Das Unternehmen konnte dabei in den vergangenen Jahren seine Innovationskraft deutlich steigern. Der Quant IP Innovation Score** stieg von 50 auf aktuell fast 80. Das bedeutet: So günstig wie jetzt bekamen Anleger die Innovationskraft von Ocado in den vergangenen 3 Jahren noch nie.

2020 war dank Corona der Durchbruch für Ocados Geschäftsmodell. Der Umsatz stieg um mehr als 30 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Auf ähnliche hohe Wachstumraten setzten Anleger, die in den vergangenen 5 Jahren für eine Kurssteigerung von mehr als 500 Prozent setzen. Dementsprechend ambitioniert ist das Unternehmen bewertet. Trotz eines Rücksetzers von fast 30 Prozent seit Februar diesen Jahres beträgt beispielsweise das Kurs-Umsatz-Verhältnis stolze 7.

Trotzdem: Bleibt es bei den prognostizierten Wachstumsraten für den Online-Handel für Lebensmittel, wird Ocado weiter stark wachsen. Und im Gegensatz zu den Kunden, die derzeit hochdefizitär sind, ist bei Ocado die Gewinnzone in Sichtweite. Mit starker, durch Patente geschützte Innovationen und einem Kundenportfolio von den USA (Kroger) über Schweden (ICA) bis Australien (Coles) ist Ocado gut positioniert, zu einem profitablen Schaufelhersteller im Goldrausch um Liefer-Brokkoli zu werden.

*Diese Analyse der Quant IP GmbH erfolgt im Rahmen eines institutsunabhängigen Erstellers und/oder Weitergebers von Anlagestrategie- und Anlageempfehlungen i. S. d. MAR. Quant IP ist unter anderem Entwickler des Quant IP Innovation Score und Fondsinitiator des Fonds Quant IP Global Patent Leaders (DE000A2P36A8). Hier erwähnte Aktien können im Portfolio des Fonds enthalten sein.

**Der Quant IP Innovation Score ist ein Aktienbewertungssystem, dass die relative Innovationskraft eines Unternehmens gegenüber seinen Wettbewerbern mittels Patentdaten misst und diese ins Verhältnis zur Bewertung der Aktie setzt. Der Score wird monatlich von der Quant IP GmbH berechnet und kann zwischen 100 und 0 liegen. Hohe Werte zeigen an, dass die gemessene Innovationskraft günstiger bewertet ist als bei Wettbewerbern.

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